Jürgen Grässlin – Wie Lichter in der Nacht –
Jürgen Grässlin zu Gast in Bad Säckingen
* Dienstag, 13.Mai, 19.30 Uhr
* Trompeterschloss Bad Säckingen
Innerhalb des Jubiläumsjahres 40 Jahre Faire Eine Welt e.V. fand im Trompeterschloss Bad Säckingen eine besondere Lesung mit dem bekannten Friedensaktivisten und Autor Jürgen Grässlin statt. Bereits 2014 war Grässlin am Hochrhein zu Gast – nun stellte er sein aktuelles Buch Wie Lichter in der Nacht vor.

Jürgen Grässlin wirft ein Licht auf das, was uns in diesen düsteren Zeiten Halt gibt und den Mut, nach vorne zu schauen. Im Gespräch mit Menschen wie Margot Käßmann, Gerhard Trabert und Vandana Shiva, die sich unbeirrt für Umwelt, Frieden und Freiheit, soziale Wärme und Vielfalt einsetzen, und die damit viel bewegen, wird die Welt ein wenig heller:
Inspiration für alle, die glauben, als Einzelne könnten sie nichts erreichen Mutlosigkeit weicht der Zuversicht.
Jürgen Grässlin zählt seit vielen Jahren zu den profiliertesten Friedensaktivisten Deutschlands. Als Autor verfasste er zahlreiche kritische Sachbücher über Rüstungs-, Militär- und Wirtschaftspolitik, darunter internationale Bestseller. Grässlin wurde u.a. mit dem Aachener Friedenspreis, dem Marler Menschenrechtspreis von Amnesty International und dem Grimme-Medienpreis geehrt.

In der Begrüßung betonte der Vorsitzende Frank Geiger die Bedeutung des Abends für das Jubiläumsjahr. Grässlin sei nicht nur einer der profiliertesten Rüstungskritiker Deutschlands, sondern auch ein engagierter Pädagoge, der Menschen zum Nachdenken bewegt. Sein neues Werk erzählt wahre Geschichten von Mut, Menschlichkeit und dem Einsatz für Frieden – eindrücklich und bewegend.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig es bleibt, sich für Gerechtigkeit und Solidarität einzusetzen. Im anschließenden Gespräch nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Austausch mit dem Autor.
Das Schlusswort erinnerte daran, dass die Veranstaltung mehr war als eine Lesung – sie war ein Appell, nicht wegzuschauen, sondern gemeinsam für eine gerechtere Welt einzustehen. Es wurde erlebbar, wie viel Kraft von den erzählten Lebensgeschichten ausgeht. Sie zeigten: Auch in schwierigen Zeiten ist Veränderung möglich – durch klare Haltung, durch Handeln und durch Hoffnung.
Ein inspirierender Abend, der Mut machte und den Blick nach vorne richtete.
40 Jahre gelebte Solidarität und gelebte Hoffnung – 40 Jahre Faire Eine Welt e.V.
Weltladentag am 10. Mai 2025: „Schoki fürs Klima? Kauf ich Euch ab!“
Das Weltlädeli Murg informiert beim Flohmarkt in der Murger Mitte
Am Samstag, den 10. Mai 2025, ist es wieder so weit: In ganz Deutschland machen Weltläden auf globale Ungerechtigkeiten im Handel aufmerksam. Auch das Weltlädeli Murg beteiligt sich am diesjährigen Weltladentag – erneut im Rahmen des beliebten Flohmarkts in der Murger Mitte. Mit einem Infostand und einer Mitmachaktion setzt das Weltlädeli ein klares Zeichen für faire Schokolade und mehr Klimagerechtigkeit.

Unter dem Motto „Schoki fürs Klima? Kauf ich Euch ab!“ rückt die Kampagne die schwierige Situation vieler Kakaobäuerinnen und -bauern in den Mittelpunkt. Besonders in Ghana und der Côte d’Ivoire bedrohen die Folgen des Klimawandels – von Dürre bis Pilzbefall – die Ernten und damit die Existenzgrundlage vieler Menschen. Gleichzeitig steigen die Weltmarktpreise für Kakao rasant – aber die Gewinne landen meist nicht bei denen, die ihn anbauen.
Das Weltlädeli Murg informiert darüber, warum existenzsichernde Preise, faire Handelsbeziehungen und nachhaltige Anbaumethoden so wichtig sind – und wie jeder mit dem Griff zur fair gehandelten Schokolade etwas bewirken kann. Am Stand lernen Interessierte außerdem die neue faire Murger Schoggi kennen.

Ein besonderes Anliegen ist den Veranstalterinnen auch die Unterstützung der INKOTA-Petition „Faire Kakaopreise jetzt!“, mit der Schokoladenunternehmen verpflichtet werden sollen, existenzsichernde Preise zu zahlen – unabhängig vom schwankenden Weltmarkt. Unterschriftenlisten liegen am Stand bereit.
Alle Besucher*innen des Flohmarkts sind herzlich eingeladen, beim Stand des Weltlädeli vorbeizuschauen, faire Schokolade zu genießen und gemeinsam ein Zeichen für globale Gerechtigkeit zu setzen.
Weitere Informationen unter: www.weltladen.de/weltladentag2025
Jahreshauptversammlung 2025
Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,
als der Verein Faire Eine Welt e.V. vor vier Jahrzehnten ins Leben gerufen wurde, stand eine Vision im Mittelpunkt: eine Welt, in der Handel nicht auf Kosten der Schwächsten geht, sondern fair und partnerschaftlich gestaltet wird. Diese Vision wurde und wird mit Leben gefüllt.
40 Jahre gelebte Solidarität und gelebte Hoffnung – 40 Jahre Faire Eine Welt e.V.
Großes Vereinsjubiläum am Donnerstag, 20.11.2025, Murgtalhalle
Ich freue mich auf Ihre Anwesenheit bei der Jahreshauptversammlung 2025, zu der ich Sie herzlich einlade.
Donnerstag, 08. Mai 2025, 19.30 Uhr
Magnushaus, Kirchstraße 22, Murg
Für die Jahreshauptversammlung sind folgende Tagesordnungspunkte vorgesehen:
1. Tätigkeitsbericht
2. Kassenbericht des Kassierers
3. Geschäftsbericht zum Weltlädeli
4. Bericht der Kassenprüfer
5. Projektförderung
6. Aussprache und Entlastung des Vorstands
7. Satzung des Vereins, Mitgliedsbeitrag
8. Neues aus Tablada
9. Veranstaltungen, Vereinsaktivitäten, Ausblick
10. Wünsche und Anträge
11. Verschiedenes
Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Frank Geiger, 1.Vorsitzender
Unter Tagesordnungspunkt 7 stellen wir die aktualisierte Version unserer Vereinssatzung vor.
Über den Tellerrand – Neue Wege in El Salvador
Rudi Reitinger zu Gast in Murg
Seit über 40 Jahren engagiert sich Rudi Reitinger für die Menschen in El Salvador.
Für seinen unermüdlichen Einsatz wurde ihm am 15. Februar 2025 in der Botschaft in San Salvador das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.

v.l.:
Frank Geiger, Digna de la Paz Orellana,
Rudi Reitinger, Carlos Antonio Diaz Tabora,
Willi Moosmann
Am Dienstag, 1. April 2025, erhielten zahlreiche Besucherinnen und Besucher im Magnushaus Murg Einblicke in die aktuellen Entwicklungen in Segundo Montes, El Salvador. Der langjährige Entwicklungshelfer Rudi Reitinger berichtete gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Digna de la Paz Orellana und Carlos Antonio Diaz Tabora von der „Asociación Centro de Desarrollo Integral de Morazán“ (Acedim) über die Herausforderungen und Fortschritte in der Region.
Seit vielen Jahren fließen Fördermittel aus dem Weltlädeli Murg an das Stipendienprogramm von Rudi Reitinger in El Salvador, für viele ein abstraktes Projekt, um benachteiligten Jugendlichen eine schulische und universitäre Ausbildung zu ermöglichen.
Durch den Besuch in Murg wird das Programm greifbar, lebendig
Frank geiger, 1. Vorstand
– und bekam endlich ein Gesicht.

1984 verließ Rudi Reitinger seinen deutschen Wohnsitz Konstanz und begab sich während des Bürgerkriegs in El Salvador nach Honduras, um dort mit salvadorianischen Flüchtlingen zu arbeiten. In der neu gegründeten Gemeinde Segundo Montes, im nordöstlichen Teil von El Salvador, an der Grenze zu Honduras, ließen sich etwa 9.000 Flüchtlinge nieder. In dieser Gemeinde ist Rudi Reitinger bis heute aktiv.
Bild aus: »Mir vertrauen sie«, Barbara Tambour, publik-forum, 20.04.2021
Rudi Reitinger, der 14 Jahre in Konstanz lebte und Volkswirtschaft studierte, entschied sich 1984, einem Aufruf der Caritas zu folgen und als Katastrophenhelfer für salvadorianische Flüchtlinge in Honduras zu arbeiten. Ursprünglich für ein Jahr geplant, blieb er – beeindruckt von der Hoffnung und dem Lebenswillen der Flüchtlinge. Er begleitete sie bei ihrer Rückkehr nach El Salvador und half, in der neu gegründeten Gemeinde Segundo Montes Strukturen für Bildung und soziale Unterstützung aufzubauen. Heute betreibt sein Verein, die „Asociación Centro de Desarrollo Integral de Morazán“, eine Bibliothek, Schülerwohnheime, Altenzentren und ein Gemeindezentrum mit Jugend- und Bildungsprogrammen. Viele Projekte werden durch Spenden aus Deutschland finanziert. Seit vielen Jahren wird die Arbeit von Rudi Reitinger vom Verein Faire Eine Welt e.V. unterstützt und das Stipendienprogramm gefördert.
Asociación Centro de Desarrollo Integral de Morazán

Der neue missio-Truck
„Eine Welt. Keine Sklaverei.”
Der Ausstellungstruck „Eine Welt. Keine Sklaverei.“ von missio ist eine mobile, multimediale Ausstellung, die das Bewusstsein für moderne Formen der Sklaverei schärfen soll. In fünf thematisch gestalteten Räumen erleben Besucherinnen und Besucher einen 25-minütigen Rundgang, der verschiedene Aspekte der modernen Sklaverei beleuchtet.

Am Mittwoch, 19.März steht der missio-Truck
in der Murger Mitte.
Von 14 bis 17 Uhr kann die Öffentlichkeit aus Murg und Umgebung
den Info-Truck ohne Voranmeldung erleben.
- Tourplan am Hochrhein:
- Montag, 17. März: Realschule Tiengen (Waldshut-Tiengen)
- Dienstag, 18. März: Gymnasien in Tiengen und Waldshut
- Mittwoch, 19. März: vormittags: Realschule Laufenburg | nachmittags: Am Bürgerplatz in Murg (14–17 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich)
- Donnerstag, 20. März: Scheffel-Gymnasium und Rudolf-Eberle-Schule (Bad Säckingen)
- Freitag, 21. März: Lise-Meitner-Gymnasium (Grenzach-Wyhlen)
Der Truck ist barrierearm gestaltet und ermöglicht allen Interessierten einen
Kurz vorgestellt: Der Ausstellungstruck „Eine Welt. Keine Sklaverei.“
Während der Tour begleitet die virtuelle Figur „Chris“ die Besucherinnen und Besucher und führt sie durch interaktive Elemente. Ein digitaler Rundgang ermöglicht es zudem, die Ausstellung online zu erleben und die Inhalte flexibel zu erkunden.
Erleben Sie den missio-Truck – digital und interaktiv
Sie haben den Truck verpasst? Sie konnten ihn bei einer Veranstaltung nicht besuchen? Sie wollen die Texte nachlesen oder die Filme noch einmal sehen?
Kein Problem, missio hat einen digitalen Truckrundgang vorbereitet. In aller Ruhe können Sie auf Ihrem Handy, Tablet oder PC die Räume und Inhalte des missio-Trucks „Eine Welt. Keine Sklaverei.“ erkunden. Folgen Sie dem Link von missio.
https://www.missio-hilft.de/mitmachen/aktion-schutzengel/missio-truck

Fair & Spicy – Bio-Gewürze aus fairem Handel
Was wären unsere Mahlzeiten ohne die Raffinesse der Gewürze? Entdecke die einzigartigen Gewürzmischungen, die nicht nur deinen Gerichten das gewisse Etwas verleihen, sondern auch mit einem guten Gewissen genossen werden können. Alle Zutaten stammen aus bester Bio-Qualität und werden in kleinbäuerlichen Betrieben weltweit mit viel Liebe und Sorgfalt angebaut und geerntet.
Veggie Allerlei
Chaka Laka
Bella Italia
Unser Handelspartner WeltPartner liefert die neuen Gewürzmischungen in wiederverwendbaren Pappdosen mit Korkdeckel. Die Gewürze werden in der Schweiz von einem kleinen Familienunternehmen nach eigener Rezeptur gemischt und weiterverarbeitet. Seit vielen Jahren arbeitet WeltPartner eng mit den Schweizer Gewürzexperten Silvia und Peter Lendi von Erboristi Lendi zusammen. Fair & Spicy bietet ein komplettes Bio-Gewürzsortiment mit erstklassigen Qualitäten an.

Neben den Gewürzmischungen bringen auch unsere Thai-Currys Farbe in die Küche. Dabei reicht die Palette vom milden grünen Curry über das würzige gelbe Curry bis zum feurigen roten Thai-Curry. Welche Farbe darf es sein?

Ausführliche Info zu Fair & Spicy liefert unser Handelspartner Weltpartner


Das Weltlädeli als Lernort im Rahmen eines Sozialpraktikums
Das Weltlädeli Murg bietet ein ideales Umfeld für alle, die sich mit dem Fairen Handel auseinandersetzen wollen. Deshalb ist der Murger Weltladen seit vielen Jahren Kooperationspartner für das Scheffelgymnasium Bad Säckingen im Rahmen des Sozialpraktikums.
Der Verein Faire Eine Welt e.V. legt neben dem Verkauf fair gehandelter Produkte einen weiteren Schwerpunkt auf Informations- und Bildungsarbeit. Nach der Konvention der Weltläden ist diese Arbeit ein unverzichtbares Kriterium des Fairen Handels. Eine besondere Dynamik erfährt das Lernen, wenn Jugendliche aus dem geschützten Rahmen der Schule heraustreten und selbst für andere Verantwortung übernehmen.
Im laufenden Schuljahr absolvierte Felix Kaiser aus Harpolingen, der Schüler am Scheffelgymnasium in Bad Säckingen ist, sein Sozialpraktikum bei uns. Als Teil des Ladenteams arbeitete er aktiv beim Verkauf der fair gehandelten Waren im Weltlädeli mit. Das Ladenteam freut sich immer über engagierte Jugendliche wie Felix, die sich im Fairen Handel einbringen und die Vision einer gerechteren Welt in ihr Umfeld weitertragen.

Nach der Konvention der Weltläden ist Informations- und Bildungsarbeit ein unverzichtbares Kriterium des Fairen Handels. Besonders in Zeiten, da sich der Faire Handel auf Supermarktketten ausgedehnt hat, ist die Besinnung auf den ursprünglichen Inhalt des Begriffs Fairer Handel wichtig. Dabei geht es zunächst um Informationen über Produkte, Produzent*innen, Herkunftsländer und Handelswege.
Bildungsarbeit ist der
Konvention der Weltläden verpflichtet.
Entwicklungsbezogene Bildungsarbeit greift diese Informationen auf und bietet vielfältige Lernmöglichkeiten und
Handlungsalternativen. Damit ist sie mehr als Informationsarbeit oder Schulung. Die Professionalisierung der Weltläden soll in allen drei Säulen – Verkauf, Bildung und politische Kampagnenarbeit – vorangebracht werden. Gerade das Zusammenspiel dieser Bereiche ist ein besonders wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Weltläden. Die jeweiligen Zielsetzungen ergänzen und stärken sich gegenseitig. Diese enge Verzahnung unterschiedlicher Zielsetzungen ist eine Stärke der Weltläden und eröffnet in der Bildungsarbeit vielfältige Lernfelder.
Weltläden gestalten ihre Bildungsarbeit individuell: manche arbeiten nur zu Textilien und Kaffee, andere bieten ausschließlich Angebote für Kinder an. Auch die vorhandenen Materialien sind ausgewählt. Trotz dieser Unterschiede basiert die Bildungsarbeit der Weltläden auf den gleichen Grundlagen.
Gerechteres Wirtschaftssystem wird gefordert.
Die Bildungsarbeit veranschaulicht die Facetten des globalen Handelssystems und benennt die gravierenden Auswirkungen für Mensch und Umwelt.
Handlungsorientierter Ansatz wird verfolgt.
Die Bildungsarbeit unterstützt Menschen dabei globale Zusammenhänge zu erkennen, diese zu bewerten sowie individuelle und kollektive Handlungsoptionen zu ergreifen.
Perspektivwechsel wird angeregt.
Bildungsarbeit ermöglicht unterschiedliche Sichtweisen auf ein Thema. Erfahrbar werden diese Perspektiven beispielsweise durch das Schlüpfen in unterschiedliche Rollen.
Produzent*innen bekommen ein Gesicht.
Die Bildungsarbeit rückt die Menschen im Produktionsprozess in den Mittelpunkt. Deren politische Forderungen, Kämpfe für Veränderungen und Erfolge werden somit in die Welt getragen.
Globales Lernen wird ermöglicht.
Es fördert die Achtung vor anderen Kulturen, Lebensweisen und Weltsichten, beleuchtet die Voraussetzungen der eigenen Positionen und befähigt dazu, für gemeinsame Probleme zukunftsfähige Lösungen zu finden.
Generationen lernen gemeinsam.
Menschen aller Generationen teilen ihr Wissen, ihre Erfahrungen und den Zugang zum Lernen. Jung und Alt profitieren im digitalen Zeitalter voneinander.
Komplexes anschaulich dargestellt.
Faires Handeln soll als eine Option und Aufforderung zum Dialog verstanden werden. Vereinfachende Sichtweisen werden vermieden. Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen der Lebenswelt hier und anderswo werden aufgezeigt. Alle beteiligten Menschen erscheinen als selbstverantwortliche und handelnde Akteure.
Good News werden berichtet.
Die berühmten K´s (Katastrophen, Krankheit und Krieg) dominieren die tägliche Berichterstattung. Die Bildungsarbeit der Weltläden setzt auf ein ausgewogenes Verhältnis und macht Good News sichtbar.
aus: Grundsatzpapier zur Bildungsarbeit der Weltläden, 2019
Knallbunt und fair – die neue Murger Schoggi
Die Murger Schoggi hat ein Outfit-Update bekommen. Künstlerin Nicole Singler-Schnelle hat den Tafeln eine knallbunte Verpackung verpasst, die vor Lebensfreude sprüht – irgendwo zwischen Comic-Charme und Pop-Art-Explosion. Fleur de Sel, Zartbitter-Orange oder Nougat – die Sorte wird fast zur Nebensache, so cool ist die neue Optik.

Die legendäre Murger Schoggi hat eine neue Verpackung bekommen.
Die neue Banderole ist so farbenfroh und quirlig, dass man sich kaum traut, die Schokolade zu essen – obwohl das natürlich niemand lange aushält.
„Bäääääämmm“ – knallbunt, poppig, voller Bewegung und angenehmer, ja explosiver Unruhe: die Murger Schoggi aus dem Weltlädeli hat dank der Künstlerin Nicole Singler-Schnelle eine neue Verpackung. Sie wurde am Mittwochabend im Weltlädeli in der Murger Mitte vorgestellt und macht Lust auf Fair-Trade. Der Weg zur neuen Banderole allerdings war steinig.
Zartbitter-Orange oder doch lieber die Fleur de Sel? Sicher scheint nur, dass die Banderole länger überdauern dürfte als die Tafel Gepa-Schokolade, die man sich aussuchen kann, bevor sie in der farbenfrohen Verpackung verschwindet und zum Geheimnis wird, welche Sorte sich darunter verbirgt. Wer es eine Nummer kleiner mag, für den steht die Nougat-Schokolade von Zotter bereit. Allen Tafeln ist gemein, dass sie aus Zutaten hergestellt wurden, für deren Anbau auf Nachhaltigkeit und eine menschenwürdige Bezahlung derer geachtet wird, die sie anbauen. Das gilt sowohl für die Kakaobohnen und den Zucker aus südlichen Gefilden, aber auch die Milch aus dem Voralpenland.

Bild: Ralph Fautz, Badische Zeitung
Manfred Trenkle, der zweite Vorsitzende des Trägervereins des Murger Weltlädelis, freute sich im Beisein von Bürgermeister Adrian Schmiedle über die „neue Attraktion“. Er dankte einem „gut aufgestellten Team mit 20 Leuten“ und betonte, dass es dem Murger Weltlädeli dank deren Engagement und treuen Kunden gut gehe. „Die Aufgaben sind auf mehrere Schultern in diesem guten und meist gut gelaunten Team verteilt“, so Trenkle. Schmiedle nannte das Weltlädeli und die neue Banderole „einen hellen Stern inmitten dunkler Wolken.“ Passend zum neuen Erscheinungsbild sei am Mittwochmittag auch noch der neue Schriftzug als eine der letzten Maßnahmen im Zuge einer langen Umgestaltung angebracht worden, sagte der Bürgermeister der Fair-Trade-Gemeinde.
Erneuern wollte man die in die Jahre gekommene Banderole schon länger. Die Pandemie machte ein Strich durch die Rechnung, im Team des Weltladens gab es Neuerungen und die Baustelle der Murger Mitte kam hinzu. Von den Entwürfen war nichts wirklich Überzeugendes und Passendes dabei. Murgs Hauptamtsleiter Andreas Klomki erinnerte sich schließlich an eine Ausstellung der Künstlerin Nicole Singler-Schnelle in der AWO-Tagespflege in Bad Säckingen – von nun an nahm das Projekt Fahrt auf.
„Die kleine Fläche war schon eine Herausforderung“, erzählte die Künstlerin. Ihre aktuellen Bilder sind knallbunt, voller Bewegung und wirken wie die Momentaufnahme eines Trickfilms. Stehen geblieben scheint eine unglaublich lebendige Szenerie aus liebevoll dargestellten, bewusst ein wenig überzeichneten Figuren. Es sind Bilder voller Widersprüche, toller Widersprüche: Eigefrorene Wärme oder angenehme Unruhe kommen als Beschreibungen in den Sinn. Und während Menschen sich darin beim allgegenwärtigen Kaffee unterhalten, fliegt ein Vogel über das Weltlädeli, plätschert bei bestem Sommerwetter der Brunnen, Summen Insekten und selbst der Igel unten gibt ein Herz in die Sommerwärme, die die Hippie-Sonne im Peace-Symbol oben rechts ins Bild bringt. Würde dieser Film weiterlaufen, das Bild würde tröten und beben, vor lauter Leben explodieren. Reizüberflutung im besten Sinne.
Und wem dieser Stil ein wenig bekannt vorkommt: Nicole Singler-Schnelle ist inspiriert vom amerikanischen Popart-Künstler James Rizzi – Stichwort „barking dog“; eines seiner wohl bekanntesten Kunstwerke. Los ging es für sie mit einem Schuh des Künstlers. Bevor sie die Flächen farbenfroh mit Acrylfarben ausmalt, zeichnet sie die Szenerie mit schwarzem Edding vor. Fertig, sofern ein Bild je fertig sein kann, ist es, wenn sie mit dem schwarzen Edding die Farbflächen voneinander trennt, so die Konturen herausarbeitet und das Werk an einen Comic erinnert.
Text: Ralph Fautz, Badische Zeitung / Südkurier, 06.12.2024
Es weihnachtet fair!
Mit zahlreichen fairen Leckereien macht die Vorweihnachtszeit noch mehr Freude.

Bald ist es wieder so weit, und alle fangen an, ihre vier Wände weihnachtlich zu schmücken. Egal ob Baumschmuck, hübsche Kleinigkeiten für den Tisch oder Deko in den verschiedensten Ecken des Hauses – am liebsten gestaltet man es nach seinem eigenen Stil. In unserer fairen Weihnachtsdeko ist für bestimmt etwas dabei. Schaut rein und lasst Euch von den Weihnachtsdeko-Ideen inspirieren!
Leckeres und Schönes aus dem Weltlädeli
Geschenke für Lieblingsmenschen
Köstliche Naschereien
Faires Kunsthandwerk aus aller Welt
Orangen, Zitronen und Clementinen

Orangen in der Adventszeit – der Duft beim Schälen einer Orange löst unweigerlich Weihnachtsstimmung aus.
Bis etwa Ende Februar bietet das Weltlädeli wieder Bio-Zitrusfrüchte aus Südeuropa an – zunächst Navel-Orangen vom Erzeugerverband Bio Net West Hellas aus Griechenland sowie Clementinen und Zitronen von der Sozialkooperative GOEL aus Kalabrien. Im Januar werden dann die Navel-Orangen abgelöst durch die Sorte Tarocco, ebenfalls von der Sozialkooperative GOEL.
Bei den Erzeugergemeinschaften liegt der Schwerpunkt auf der Einkommensstabilisierung und der Unterstützung kleinerer Bauernfamilien, vielfältiger sozialer und kultureller Arbeit und dem Aufbau von Vermarktungsstrukturen.
Samstag 30.11., 07.12., 14.12. und 21.12.
Erweiterte Samstag-Öffnungszeiten im Advent – von 9 – 16 Uhr
Faire Eine Welt fairt mit – Stadtradeln 2024
Beim diesjährigen Stadtradeln konnte unser Team „Faire Eine Welt fairt mit“ den dritten Platz erreichen.
Insgesamt wurden 4860 km geradelt und dadurch über 800 kg CO2 vermieden. Bei der Siegerehrung in der Murger Mitte erfuhr Maria Faller eine besondere Ehrung. Gemeinsam mit Bürgermeister Adrian Schmidle, Klimaschutzmanager Frank Philipps und Vereinsvorsitzender Frank Geiger wurde Maria Faller als älteste Radlerin beim Stadtradeln ausgezeichnet.

In unserem Team erreichte Wolfgang Wagner mit über 630 km den Spitzenplatz und führt die TopTen mit großem Abstand an.

Faire Eine Welt fairt mit
wird auch im kommenden Jahr beim STADTRADELN mitmachen
und fest in die Pedale treten.
Der Faire Handel setzt sich seit Jahren mit zahlreichen Maßnahmen für mehr Klimagerechtigkeit ein. Dazu zählt sowohl die Unterstützung seiner Handelspartner im Globalen Süden bei der Anpassung an die Folgen der Klimakrise, aber auch die Bemühung, selbst möglichst klimaschonend zu wirtschaften.
