Murgtalstraße 2a, 79730 Murg | +49 7763 1515 | murg@weltlaedeli.de

Unsere Öffnungzeiten

 

Mo + Di 15–18 Uhr
Do + Fr 9–13 | 15–18 Uhr
Mi + Sa 9–13 Uhr

 

Das Weltlädeli als Lernort im Rahmen eines Sozialpraktikums

Das Weltlädeli als Lernort im Rahmen eines Sozialpraktikums

Das Weltlädeli Murg bietet ein ideales Umfeld für alle, die sich mit dem Fairen Handel auseinandersetzen wollen. Deshalb ist der Murger Weltladen seit vielen Jahren Kooperationspartner für das Scheffelgymnasium Bad Säckingen im Rahmen des Sozialpraktikums.

Der Verein Faire Eine Welt e.V. legt neben dem Verkauf fair gehandelter Produkte einen weiteren Schwerpunkt auf Informations- und Bildungsarbeit. Nach der Konvention der Weltläden ist diese Arbeit ein unverzichtbares Kriterium des Fairen Handels. Eine besondere Dynamik erfährt das Lernen, wenn Jugendliche aus dem geschützten Rahmen der Schule heraustreten und selbst für andere Verantwortung übernehmen.

Im laufenden Schuljahr absolvierte Felix Kaiser aus Harpolingen, der Schüler am Scheffelgymnasium in Bad Säckingen ist, sein Sozialpraktikum bei uns. Als Teil des Ladenteams arbeitete er aktiv beim Verkauf der fair gehandelten Waren im Weltlädeli mit. Das Ladenteam freut sich immer über engagierte Jugendliche wie Felix, die sich im Fairen Handel einbringen und die Vision einer gerechteren Welt in ihr Umfeld weitertragen.

Nach der Konvention der Weltläden ist Informations- und Bildungsarbeit ein unverzichtbares Kriterium des Fairen Handels. Besonders in Zeiten, da sich der Faire Handel auf Supermarktketten ausgedehnt hat, ist die Besinnung auf den ursprünglichen Inhalt des Begriffs Fairer Handel wichtig. Dabei geht es zunächst um Informationen über Produkte, Produzent*innen, Herkunftsländer und Handelswege.

Entwicklungsbezogene Bildungsarbeit greift diese Informationen auf und bietet vielfältige Lernmöglichkeiten und
Handlungsalternativen. Damit ist sie mehr als Informationsarbeit oder Schulung. Die Professionalisierung der Weltläden soll in allen drei Säulen – Verkauf, Bildung und politische Kampagnenarbeit – vorangebracht werden. Gerade das Zusammenspiel dieser Bereiche ist ein besonders wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Weltläden. Die jeweiligen Zielsetzungen ergänzen und stärken sich gegenseitig. Diese enge Verzahnung unterschiedlicher Zielsetzungen ist eine Stärke der Weltläden und eröffnet in der Bildungsarbeit vielfältige Lernfelder.

Weltläden gestalten ihre Bildungsarbeit individuell: manche arbeiten nur zu Textilien und Kaffee, andere bieten ausschließlich Angebote für Kinder an. Auch die vorhandenen Materialien sind ausgewählt. Trotz dieser Unterschiede basiert die Bildungsarbeit der Weltläden auf den gleichen Grundlagen.
Gerechteres Wirtschaftssystem wird gefordert.
Die Bildungsarbeit veranschaulicht die Facetten des globalen Handelssystems und benennt die gravierenden Auswirkungen für Mensch und Umwelt.
Handlungsorientierter Ansatz wird verfolgt.
Die Bildungsarbeit unterstützt Menschen dabei globale Zusammenhänge zu erkennen, diese zu bewerten sowie individuelle und kollektive Handlungsoptionen zu ergreifen.
Perspektivwechsel wird angeregt.
Bildungsarbeit ermöglicht unterschiedliche Sichtweisen auf ein Thema. Erfahrbar werden diese Perspektiven beispielsweise durch das Schlüpfen in unterschiedliche Rollen.
Produzent*innen bekommen ein Gesicht.
Die Bildungsarbeit rückt die Menschen im Produktionsprozess in den Mittelpunkt. Deren politische Forderungen, Kämpfe für Veränderungen und Erfolge werden somit in die Welt getragen.
Globales Lernen wird ermöglicht.
Es fördert die Achtung vor anderen Kulturen, Lebensweisen und Weltsichten, beleuchtet die Voraussetzungen der eigenen Positionen und befähigt dazu, für gemeinsame Probleme zukunftsfähige Lösungen zu finden.
Generationen lernen gemeinsam.
Menschen aller Generationen teilen ihr Wissen, ihre Erfahrungen und den Zugang zum Lernen. Jung und Alt profitieren im digitalen Zeitalter voneinander.
Komplexes anschaulich dargestellt.
Faires Handeln soll als eine Option und Aufforderung zum Dialog verstanden werden. Vereinfachende Sichtweisen werden vermieden. Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen der Lebenswelt hier und anderswo werden aufgezeigt. Alle beteiligten Menschen erscheinen als selbstverantwortliche und handelnde Akteure.
Good News werden berichtet.
Die berühmten K´s (Katastrophen, Krankheit und Krieg) dominieren die tägliche Berichterstattung. Die Bildungsarbeit der Weltläden setzt auf ein ausgewogenes Verhältnis und macht Good News sichtbar.
aus: Grundsatzpapier zur Bildungsarbeit der Weltläden, 2019

Knallbunt und fair – die neue Murger Schoggi

Knallbunt und fair – die neue Murger Schoggi

Die Murger Schoggi hat ein Outfit-Update bekommen. Künstlerin Nicole Singler-Schnelle hat den Tafeln eine knallbunte Verpackung verpasst, die vor Lebensfreude sprüht – irgendwo zwischen Comic-Charme und Pop-Art-Explosion. Fleur de Sel, Zartbitter-Orange oder Nougat – die Sorte wird fast zur Nebensache, so cool ist die neue Optik.

„Bäääääämmm“ – knallbunt, poppig, voller Bewegung und angenehmer, ja explosiver Unruhe: die Murger Schoggi aus dem Weltlädeli hat dank der Künstlerin Nicole Singler-Schnelle eine neue Verpackung. Sie wurde am Mittwochabend im Weltlädeli in der Murger Mitte vorgestellt und macht Lust auf Fair-Trade. Der Weg zur neuen Banderole allerdings war steinig. 

Zartbitter-Orange oder doch lieber die Fleur de Sel? Sicher scheint nur, dass die Banderole länger überdauern dürfte als die Tafel Gepa-Schokolade, die man sich aussuchen kann, bevor sie in der farbenfrohen Verpackung verschwindet und zum Geheimnis wird, welche Sorte sich darunter verbirgt. Wer es eine Nummer kleiner mag, für den steht die Nougat-Schokolade von Zotter bereit. Allen Tafeln ist gemein, dass sie aus Zutaten hergestellt wurden, für deren Anbau auf Nachhaltigkeit und eine menschenwürdige Bezahlung derer geachtet wird, die sie anbauen. Das gilt sowohl für die Kakaobohnen und den Zucker aus südlichen Gefilden, aber auch die Milch aus dem Voralpenland.  

Bild: Ralph Fautz, Badische Zeitung

Manfred Trenkle, der zweite Vorsitzende des Trägervereins des Murger Weltlädelis, freute sich im Beisein von Bürgermeister Adrian Schmiedle über die „neue Attraktion“. Er dankte einem „gut aufgestellten Team mit 20 Leuten“ und betonte, dass es dem Murger Weltlädeli dank deren Engagement und treuen Kunden gut gehe. „Die Aufgaben sind auf mehrere Schultern in diesem guten und meist gut gelaunten Team verteilt“, so Trenkle. Schmiedle nannte das Weltlädeli und die neue Banderole „einen hellen Stern inmitten dunkler Wolken.“ Passend zum neuen Erscheinungsbild sei am Mittwochmittag auch noch der neue Schriftzug als eine der letzten Maßnahmen im Zuge einer langen Umgestaltung angebracht worden, sagte der Bürgermeister der Fair-Trade-Gemeinde. 

Erneuern wollte man die in die Jahre gekommene Banderole schon länger. Die Pandemie machte ein Strich durch die Rechnung, im Team des Weltladens gab es Neuerungen und die Baustelle der Murger Mitte kam hinzu. Von den Entwürfen war nichts wirklich Überzeugendes und Passendes dabei. Murgs Hauptamtsleiter Andreas Klomki erinnerte sich schließlich an eine Ausstellung der Künstlerin Nicole Singler-Schnelle in der AWO-Tagespflege in Bad Säckingen – von nun an nahm das Projekt Fahrt auf. 

„Die kleine Fläche war schon eine Herausforderung“, erzählte die Künstlerin. Ihre aktuellen Bilder sind knallbunt, voller Bewegung und wirken wie die Momentaufnahme eines Trickfilms. Stehen geblieben scheint eine unglaublich lebendige Szenerie aus liebevoll dargestellten, bewusst ein wenig überzeichneten Figuren. Es sind Bilder voller Widersprüche, toller Widersprüche: Eigefrorene Wärme oder angenehme Unruhe kommen als Beschreibungen in den Sinn. Und während Menschen sich darin beim allgegenwärtigen Kaffee unterhalten, fliegt ein Vogel über das Weltlädeli, plätschert bei bestem Sommerwetter der Brunnen, Summen Insekten und selbst der Igel unten gibt ein Herz in die Sommerwärme, die die Hippie-Sonne im Peace-Symbol oben rechts ins Bild bringt. Würde dieser Film weiterlaufen, das Bild würde tröten und beben, vor lauter Leben explodieren. Reizüberflutung im besten Sinne. 

Und wem dieser Stil ein wenig bekannt vorkommt: Nicole Singler-Schnelle ist inspiriert vom amerikanischen Popart-Künstler James Rizzi – Stichwort „barking dog“; eines seiner wohl bekanntesten Kunstwerke. Los ging es für sie mit einem Schuh des Künstlers. Bevor sie die Flächen farbenfroh mit Acrylfarben ausmalt, zeichnet sie die Szenerie mit schwarzem Edding vor. Fertig, sofern ein Bild je fertig sein kann, ist es, wenn sie mit dem schwarzen Edding die Farbflächen voneinander trennt, so die Konturen herausarbeitet und das Werk an einen Comic erinnert. 

Text: Ralph Fautz, Badische Zeitung / Südkurier, 06.12.2024

Es weihnachtet fair!

Es weihnachtet fair!

Mit zahlreichen fairen Leckereien macht die Vorweihnachtszeit noch mehr Freude.

Bald ist es wieder so weit, und alle fangen an, ihre vier Wände weihnachtlich zu schmücken. Egal ob Baumschmuck, hübsche Kleinigkeiten für den Tisch oder Deko in den verschiedensten Ecken des Hauses – am liebsten gestaltet man es nach seinem eigenen Stil. In unserer fairen Weihnachtsdeko ist für bestimmt etwas dabei. Schaut rein und lasst Euch von den Weihnachtsdeko-Ideen inspirieren!

Leckeres und Schönes aus dem Weltlädeli

Orangen in der Adventszeit – der Duft beim Schälen einer Orange löst unweigerlich Weihnachtsstimmung aus.

Bis etwa Ende Februar bietet das Weltlädeli wieder Bio-Zitrusfrüchte aus Südeuropa an – zunächst Navel-Orangen vom Erzeugerverband Bio Net West Hellas aus Griechenland sowie Clementinen und Zitronen von der Sozialkooperative GOEL aus Kalabrien. Im Januar werden dann die Navel-Orangen abgelöst durch die Sorte Tarocco, ebenfalls von der Sozialkooperative GOEL.

Bei den Erzeugergemeinschaften liegt der Schwerpunkt auf der Einkommensstabilisierung und der Unterstützung kleinerer Bauernfamilien, vielfältiger sozialer und kultureller Arbeit und dem Aufbau von Vermarktungsstrukturen.

Samstag 30.11., 07.12., 14.12. und 21.12.
Erweiterte Samstag-Öffnungszeiten im Advent von 9 – 16 Uhr

Das Weltlädeli macht Sommerpause

Das Weltlädeli macht Sommerpause

Wir machen Sommerpause in den ersten Wochen im August. Vom 04. August bis einschließlich 16. August ist das Weltlädeli geschlossen.

Weltladentag 2024 – Für Klimaschäden Verantwortung übernehmen

Weltladentag 2024 – Für Klimaschäden Verantwortung übernehmen

Eine klimagerechte Welt braucht andere politische Rahmenbedingungen. Die Folgen des Klimawandels sind in vielen Ländern schon dramatisch spürbar. Zum Weltladentag, am 11. Mai 2024 fordern bundesweit die Weltläden, dass für Klimaschäden endlich Verantwortung übernommen wird.

Der 2. Samstag im Mai ist Weltladentag. Am diesjährigen politischen Aktionstag der Weltläden machte das Weltlädeli mit einer Spiel- und Informationsaktion zum Thema „Für Klimaschäden Verantwortung übernehmen“ mit.

Die begleitende Postkartenaktion wird den regionalen Parlamentariern vorgestellt.

Dem Klimaschutzmemory stellten sich neben unserem Bürgermeister Adrian Schmidle und Hauptamtsleiter Andreas Klomki auch die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller.

Zum Weltladentag passte auch das 10jähige Jubiläum als Fairtrade-Gemeinde Murg.

Auswirkungen auf die Produzentinnen

Zahlreiche Produzentinnen des Fairen Handels leiden unter den Folgen des Klimawandels: Wetterextreme, die Verschiebung der Jahreszeiten und die Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten führen sowohl bei Produzentinnen im landwirt- schaftlichen Bereich als auch bei Handwerkproduzentinnen zu teilweise erheblichen Einbußen. Viele von ihnen haben schon vor Jahren Maßnahmen ergriffen, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Dennoch stehen viele vor der Frage, ob sie ihre Betriebe aufgeben und in andere Regionen ziehen sollen.

Gegenmaßnahmen des Fairen Handels
Der Faire Handel hat die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, seit langem erkannt und reagiert mit zahlreichen Maßnahmen. Sie zielen zum einen darauf ab, selber möglichst klimaschonend zu wirtschaften, z.B. durch die Förderung des ökologischen Landbaus sowie die Nutzung von erneuerbaren Energien. Darüber hinaus unterstützt der Faire Handel Produzentinnen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels, beispielsweise durch die Bereitstellung von klimaangepassten Kaffeesorten. Außerdem tritt der Faire Handel grundsätzlich für einen sozial- und umweltverträglichen Lebensstil ein und fordert von Politik und Wirtschaft größere Anstrengungen zum Klimaschutz.

Klimafaktor Transport?
Die meisten fair gehandelten Produkte stammen aus Über- see und werden per Schiff transportiert. Allein aufgrund der weiten Transportwege auf eine schlechte Klimabilanz fair gehandelter Produkte zu schließen, würde jedoch zu kurz grei fen. Der Anteil der CO2-Emissionen, der auf den Transport aus Übersee entfällt, ist im Vergleich zu den Bereichen Herstellung, Verarbeitung und Transport im Zielland bei den meisten Produkten relativ gering. Hinzu kommt die schwierige Abwägung, ob die Vermeidung von Transportemissionen schwerer wiegt oder die Einkommensmöglichkeiten für Produzentinnen durch die Vermarktung ihrer Waren nach Übersee. Nichtvermeidbare Emissionen kompensieren einige Akteure des Fairen Handels darüber hinaus durch die Förderung von Klimaschutzprojekten

Zusammenfassung der zentralen Aussagen:

 

Starke Frauen im Fairen Handel – Weltfrauentag am 8. März

Starke Frauen im Fairen Handel – Weltfrauentag am 8. März

Frauen machen rund die Hälfte der Weltbevölkerung aus. Sie haben Wissen. Sie haben Power. Und dennoch sind wir weit entfernt von der Gleichberechtigung der Geschlechter. Der Faire Handel geht andere Wege

Seit Jahrzenten kämpfen Frauen auf unterschiedliche Weisen für ihr Recht auf Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Dennoch bleibt vielen Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts vielfach die wirtschaftliche, politische und soziale Teilhabe an der Gesellschaft versagt. Darauf macht der internationale Frauentag am 8. März aufmerksam.

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist seit seiner Gründung ein Kernanliegen des Fairen Handels. Mit seinen Instrumenten trägt er dazu bei, Strukturen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft so zu gestalten, dass Frauen ihr volles Potential entfalten können. Davon profitieren nicht nur die Frauen selbst, sondern auch ihre Familien, Gemeinschaften und ganze Volkswirtschaften. Denn Frauen geben einen deutlich größeren Teil ihres Einkommens für Gesundheit und Ernährung aus als Männer.