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Weltläden setzen ein Zeichen gegen Rechts

Weltläden setzen ein Zeichen gegen Rechts

Gemeinsam mit mehr als 1.700 Organisationen positioniert sich die Weltladen-Bewegung für eine offene, demokratische, plurale und solidarische Gesellschaft und gegen den Rechtsruck in Deutschland.

Der Weltladen-Dachverband unterstützt den Aufruf „Hand in Hand“ gegen Rechtsextremismus anlässlich des Aktionstages am 3. Februar in Berlin unter dem Motto #WirSindDieBrandmauer. Die Veranstaltung reiht sich in die zahlreichen Protestaktionen der vergangenen Wochen ein und ist zugleich die Auftaktaktion des Netzwerkes „Hand in Hand”. Dieses Netzwerk ruft die Zivilgesellschaft dazu auf, sich anlässlich der Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen in diesem Jahr für Demokratie und Menschenrechte einzusetzen und sich Hass und Hetze entgegenzustellen.

Nicht nur in Berlin, sondern auch bei uns am Hochrhein gehen Vertreter*innen der Weltläden und Fair-Handels-Organisationen mit Tausenden Menschen auf die Straße, um für die Werte einzustehen, die unsere demokratische Gemeinschaft stärken und Solidarität in den Fokus rücken. https://zusammen-gegen-rechts.org/

Statement des Forum Fairer Handel gegen rechts
Das FFH und seine Mitglieder zeigen klare Haltung gegen rechts. Wir stehen für eine demokratische und offene Gesellschaft, ohne Hass und ohne Diskriminierung. Nur gemeinsam können wir unsere Grundrechte und die Demokratie schützen. Menschenrechte sind unverhandelbar. Auch um gemeinsam für globale Gerechtigkeit und gegen die katastrophalen
Auswirkungen der Klimakrise zu arbeiten, brauchen wir eine stabile Demokratie.
Doch nicht erst nach den Enthüllungen des Recherche Netzwerks Correctiv über einen Plan zur Deportation von Menschen aus Deutschland ist klar: rechte Narrative, Hass und Hetze und nicht zuletzt die AfD, die maßgeblich diese Entwicklungen vorantreibt, sind eine Gefahr für viele Menschen und die Demokratie in Deutschland.
Die Grundgedanken des Fairen Handels beruhen auf Gerechtigkeit, Verständigung, Respekt und der Wahrung der Rechte und Würde aller Menschen weltweit. Die Vision des Fairen Handels ist eine Welt, in der für alle Menschen die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft besteht und in der jede*r unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten und einen angemessenen Lebensunterhalt bestreiten kann. Gemeinsam mit unseren Handelspartnern im Globalen Süden setzen wir uns für eine Welt ein, in der in einem solidarischen und gerechten Handels- und Wirtschaftssystem die Ressourcen fair verteilt sind und schonend genutzt
werden. Die Vielfalt der Menschen weltweit zeichnet den Fairen Handel aus und wir wenden uns entschieden gegen aktuelle autokratische Entwicklungen, gegen Faschismus, Hass, Rassismus, Antisemitismus, gegen jegliche Form der Diskriminierung und Ausgrenzung!
Mit Sorge beobachten wir die hohen Umfragewerte der AfD und dass rechte Narrative immer weiter in die Mitte der Gesellschaft vorrücken und öffentlichen Rückhalt erhalten. Geflüchtete werden immer stärker entrechtet und gemeinsam mit Menschen, die sie unterstützen, zunehmend kriminalisiert. Gewalt von rechts nimmt zu, ob Angriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten mit massivster und tödlicher Gewalt oder auch verbale und handgreifliche Attacken auf Einrichtungen, die sich gegen rechts engagieren. Auch Weltläden in Deutschland wurden bereits Zielscheibe rechter Gewalt.
Deshalb heißt es auch für uns: Nie wieder ist jetzt! Die Brandmauer gegen die AfD darf nicht bröckeln, denn mit ihrem rassistischen und völkischen Weltbild ist die Partei demokratisch nicht einzubinden. Im Gegenteil, die AfD gefährdet ein demokratisches Zusammenleben und es gilt jetzt dieses zu verteidigen. Wir rufen alle demokratischen Parteien in Deutschland
dazu auf, eine klare Position gegen rechts zu beziehen. Wer Antifaschismus ernst meint, darf nicht rechten Narrativen nacheifern und sie damit weiter salonfähig machen. Wir erwarten eine Migrationspolitik, die nicht auf Abschottung setzt und eine Politik, die Probleme angeht und nicht Mittel für den Kampf gegen rechts und Sozialausgaben kürzt. Es braucht eine Politik, die den vereinfachten und rassistischen Antworten der Rechten und extrem Rechten auf die vielfältigen aktuellen Krisen eine nachhaltige und solidarische Antwort entgegenstellt.“ Februar 2024

Rezertifizierung zur Fairtrade-Gemeinde

Rezertifizierung zur Fairtrade-Gemeinde

Fairtrade-Towns fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Das Engagement der vielen Menschen zeigt, dass eine Veränderung möglich ist, und dass jede und jeder etwas bewirken kann.

Nach Erfüllung der Kriterien der Kampagne darf  Murg weiterhin den Titel Fairtrade-Gemeinde tragen. Im Engagement für den Fairen Handel nimmt Murg eine Vorreiterrolle ein. Dies setzt ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt, dass durch faire Handelsbeziehungen den benachteiligten Produzentengruppen im globalen Süden zu einem verbesserten Einkommen verholfen wird.

Die Urkunde zur Rezertifizierung wurde Herrn Bürgermeister Schmidle von Willi Moosmann vom Weltlädeli Murg überreicht.

Die Säulen des Fairen Handels sind heute aktueller denn je zuvor. Eine Welt, in der alle Produzentinnen und Produzenten im Süden ein sicheres und gutes Leben führen, ihr Potenzial ausschöpfen und über ihre Zukunft selbst entscheiden können.

Die 3 Säulen des zertifizierten fairen Handels

Soziales

  • Arbeitsbedingungen
  • Gemeinschaftsprojekte
  • Versammlungsfreiheit
  • Keine Diskriminierung
  • Keine ausbeuterische Kinderarbeit

Ökonomie

  • Stabile Mindestpreise
  • Fairtrade-Prämie
  • Langfristige Handels- beziehungen
  • Vorfinanzierung
  • Beratung von Produzenten

Ökologie

  • Liste verbotener Substanzen
  • Umweltschonender Anbau
  • Förderung des Bio-Anbaus
  • Verbot gentechnisch veränderter Organismen
  • BIO – Aufschlag
Abend des Fairen Handels

Abend des Fairen Handels

„heute für morgen“ – Doppeltes Jubiläum beim Abend des Fairen Handels

Zwei Ereignisse stehen am Mittwoch, 20. September 2023, 19.00 Uhr im Evangelischen Gemeindesaal in Tiengen im besonderen Fokus:

Abend des Fairen Handels
30 Jahre Weltladen Tiengen
50 Jahre GLOBO Fair Trade Partner.

Der Abend des Fairen Handels setzt in der Fairen Woche vom 15. – 29. September in der Region am Hochrhein und im Hotzenwald einen besonderen Akzent. Die gesamte Lieferkette fairer Produkte vom Produzenten über den Großhandel, Einzelhandel/Weltladen bis zum Endkunden wird ins Blickfeld gerückt.
Seit 1973 ist GLOBO in der Zusammenarbeit mit Ländern des globalen Südens aktiv und einer der drei Pioniere im Fairen Handel Deutschlands.

Manfred Winkler ist den einladenden Weltläden bestens bekannt. Er stellt an diesem Abend in Wort und Bild die Arbeit von GLOBO und der Partnerbetriebe in Lateinamerika, Afrika und Asien vor. 50 Jahre Arbeit mit Werkstätten in mehr als 20 Ländern, den Erhalt, die Förderung und Fortentwicklung traditionellen Handwerks wie Weberei, Töpferei, Glasbläserei, Bearbeitung von Speckstein oder Holz. Das sind auch 50 Jahre persönliche Beziehungen.
Der Weltladen Tiengen wird seit 1993 von Ehrenamtlichen betrieben und gilt inzwischen in der Weihergasse neben dem Storchenturm als attraktives Symbol des Fairen Handels in Tiengen. Die beiden Jubiläen dienen weniger der Rückschau auf eine langjährige erfolgreiche Zeit. Das Engagement der Aktiven für den Fairen Handel ist entsprechend den Forderungen der
bundesweiten Fairen Woche für mehr Klimagerechtigkeit als nachdrücklicher Auftrag an alle zu verstehen: „heute für morgen“.
Nach Vortrag und Gesprächsrunde bleibt noch Zeit für den zwanglosen Austausch bei Fingerfood, Snacks und „Fairsucherle“.
Der Fairtrade Landkreis Waldshut und die Weltläden Tiengen, Waldshut, Wehr und Murg laden dazu die interessierte Öffentlichkeit und alle Freunde des Fairen Handels nach Tiengen ein.

„Fair. Und kein Grad mehr.“ – die Faire Woche 2023

„Fair. Und kein Grad mehr.“ – die Faire Woche 2023

Unter dem Motto „Fair. Und kein Grad mehr!“ dreht sich bei der Fairen Woche vom 15. bis 29. September alles rund um das Thema Klimagerechtigkeit und Fairer Handel.

Startseite: Faire Woche 2023

Mittwoch, 20.09., 17.00 Uhr: Bilderbuchtheater Kamishibai, Das Lied der bunten Vögel, Bücherei im KuLT, Am Bürgerplatz 3, Murg, Anmeldung bitte bis Montag, 18.09. Tel. 07763/803 49 78 oder buechereimurg@gemeinde-murg.de

Mittwoch, 20.09., 19.00 Uhr, Abend des Fairen Handels im Evangelisches Gemeindehaus Tiengen, „heute für morgen“ – 30 Jahre Weltladen Tiengen und 50 Jahre GLOBO Fair Trade Partner sind Grund genug, sich in Waldshut-Tiengen zum Abend des Fairen Handels zu treffen und Erfolge und Visionen des Fairen Handels der Öffentlichkeit vorzustellen. Veranstalter: Landkreis Waldshut und die Weltläden Tiengen, Waldshut, Murg und Wehr.

Samstag, 23.09., 9.00 – 14.00 Uhr, Faires Stadtfest Bad Säckingen – Gestaltet von verschiedenen Gruppierungen und Vereinen, von Handel und Gewerbe, die Nachhaltigkeit und Fairer Handel in der Stadt und in der Region voranbringen wollen. Im Mittelpunkt steht die Einlösung der Kaffeewette von Bürgermeister Alexander Guhl und die Vorstellung des nachhaltigen Einkaufsführers.

Sonntag, 24.09., 10.00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst zur Fairen Woche
Katholische Pfarrkirche St. Zeno, Herrischried

Freitag, 29.09., 19.00 Uhr: Multivisionsshow: Weltreise zu Fair Trade Produzenten, Naturwundern & Heiligtümern, KulTurm Öflingen
Eine außergewöhnliche Reise um unseren Planeten auf Großleinwand mit Jutta Ulmer und Michael Wolfsteiner von LobOlmo. Eine Liebeserklärung an unseren Planeten, die Mut macht, sich für eine gerechtere, friedlichere und menschlichere Welt zu engagieren.

Unsere Aktion zur Fairen Woche:
Mango Tango – 10.000 Mango-Setzlinge für PREDA

Um 100 Mango-Setzlinge im Wert von je 10,00 Euro zu finanzieren, gehen alle Einnahmen aus der Spenden- und Kaffeekasse im Weltlädeli und beim Fairen Bad Säckinger Stadtfest zu Gunsten von PREDA und dem Tatort Verein. Zusätzlich spendet das Weltlädeli 10 % aus dem Umsatz aller im September verkauften Mango-Produkte. (Infos zur Aktion im Weltlädeli.)

Alle Kunden erhalten im Aktionszeitraum ein Päckchen Mongo Monkeys (24g) gratis zu ihrem Einkauf.

Die Tour de Fair 2023:Saarland

Die Tour de Fair 2023:Saarland

Die „Tour de Fair“ ist eine mehrtägige Radtour von Weltladen-Leuten für Weltladen-Leute. Sie findet seit 2002 jeden Sommer in einer anderen Region Deutschlands statt und wird von Weltläden dieser Region organisiert.

Das gemeinsame Ziel der rund 25 RadlerInnen und der Weltläden vor Ort ist es, die Idee des Fairen Handels mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen und in einen Erfahrungsaustausch zu treten. Per Rad werden die Weltläden der Region sowie weitere Akteure, die sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen, besucht.

Die 20. Tour de Fair rollt vom 31. Juli bis 6. August 2023 zu mehreren saarländischen Weltläden sowie weitere fair engagierte und nachhaltige Akteure im Saarland. Ziel der letzten Etappe wird Saarbrücken sein, die 1. Fairtrade-Stadt Deutschlands.

Weitere Informationen rund um die Tour de Fair
finden Sie unter www.tour-de-fair.de

Seit 2003 radelt Manfred Trenkle fürs Weltlädeli mit bei der Tour de Fair – Chapeau!

Im Jahr 2023 feiert die Radtour nicht nur ihre 20. Auflage, sondern auch 50 Jahre Weltladen-Bewegung. Im September 1973 öffnete der erste Weltladen Deutschlands in Stuttgart seine Pforten – mittlerweile gibt es bundesweit rund 900 Fachgeschäfte des Fairen Handels. Auch im Saarland wurden im Sommer 1973 erstmals im größeren Rahmen fair gehandelte Waren angeboten. Viele junge Menschen beteiligten sich damals an der Verkaufsaktion auf der Verbrauchermesse „Welt der Familie“ in Saarbrücken, die Erlöse in Höhe von beachtlichen 8.000 DM erbrachte. Zahlreiche saarländische Akteure wie Weltläden, Kirchengemeinden, Jugendverbände, Vereine, Behörden und Schulen werden in diesem Jahr mit Aktivitäten und Veranstaltungen den Fairen Handel in den Mittelpunkt stellen, die mit der Tour de Fair eine umso größere Aufmerksamkeit erfahren werden.